Winterlichtung |
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| Zur Zeit
scheint Zeit wie eine Weide, mit kahlem Stamm und abgebogen und zur Erde hin verzweigt. Du weißt, es wurzeln schon die jungen Bäume mit bunten Vögeln voller Nester, und ihr Gezwitscher ruft dich manchmal hinter Nebelhäusern - ja, du weißt - doch unauffindbar, wenn du suchst. Zur Zeit scheint Zeit wie eine Weide, auf der mit stillem Gang Dezemberkühe grasen nur einen Hauchbreit weg vom schwarzen Nichts. Doch da, irgendwie immer genau da am Übergang und ganz dazwischen zwischen zischenden, blitzenden Lawinen aus Zeit wurzeln immergrün deine alten Augen und tragen Venusblüten in den Wimpern. Und unaufhaltsam ist ihr Blick ins Licht. ~ |
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Lichtstufen 3 |
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Gedicht
und Tonaufnahme Dezember 2000 |
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